Miedergwand:
Sie wird getragen bei kirchlichen Anlässen, früher jeden Sonntag, oder bei besonderen Festen oder Umzügen. Die Trachtlerin darf nicht geschminkt sein, keine lackierten Fingernägel haben und nur Trachtenschmuck tragen. Ausnahmen sind Brillen (keine Sonnenbrille), Ehe- und Verlobungsringe.
Die Oberbekleidung besteht aus blauem Trevirastoff. Nämlich einem Faltenrock, der mit Samtbändern und einer Besenborte geschmückt ist. Und einem blauen Oberteil, das einen langen Arm hat. Der Oberarm ist gesmokt, hat am Schlitzchen halbrunde, weiße Perlmutterknöpfchen und am Abschluss des Ärmels eine weiße Spitze. Dazu kommt ein weißes Lätzchen mit Spitzen geschmückt, darüber ein schwarzes aus Wollstoff bestehendes Mieder, das mit Stäbchen verziert ist. Zum Schluss legt sie ein Dreieckleinentuch mit Spitzeneinsatz und Spitzenabschluss und eine weiße Leinenschürze mit Spitzeneinsatz und Spitzenabschluss noch an.
Anprobe:
Für das Anziehen kann etwa eine Stunde gerechnet werden.
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Lederhose:
Lederhosen waren vor allem Kleidungsstücke der Bauern. Sie waren sehr einfach zu reinigen und daher gut für die Arbeit geeignet. Dass die Lederhose als eher altertümliches Kleidungsstück nicht in Vergessenheit geriet, ist auch auf die Förderung höherer Kreise zu verdanken wie zum Beispiel dem österreichischen Kaiserhof als auch die Wittelsbacher förderten die Nationaltrachten und die Lederhose im besonderen, sowie die Entstehung zahlreicher Trachtenvereine trugen zur Erhaltung der Tracht und des Brauchtums bei.
Typisch für die Trachtenlederhose ist die grüne Bestickung, die aus Eichenblättern, Edelweiß und Weinblättern gestaltet werden kann, sowie der Hosenlatz, der angeblich auf die Schamkapsel, eine von 1400 bis zur 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts in Europa allgemein üblichen Teil der Männerkleidung zurückgeht. Rechts seitlich ist an der Lederhose üblicherweise eine Messertasche angebracht. Die gewünschte Farbe entsteht durch mehrmaliges einbürsten in die Hose. Je öfter dies wiederholt wird, umso stärker und kräftiger ist die Pigmentierung und somit die Farbe.
Die Lederhose ist bei allen Anlässen gern gesehen und es wird gebeten, bei festlichen und auch kirchlichen Anlässen öfters auf seine Tracht zurückzugreifen.
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